IPCC Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate – Verbindungen zur Landwirtschaft

In dieser Woche hat der Weltklimarat (IPCC) den dritten Sonderbericht (SROCC) im Zyklus des 6. Sachstandsberichts vorgestellt. Darin stehen zwar Ozeane und die sogenannte Kryosphäre im Vordergrund, dennoch gibt es einige Verbindungen zur Landwirtschaft und deren Aufgabe zur Ernährungssicherung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sich die Veränderungen der Schneeverhältnisse, des Eises auf Binnenseen und Flüssen sowie des Permafrostes negativ auf die Ernährungssicherung und die Wasserverfügbarkeit in arktischen Regionen ausgewirkt. Daneben gibt es insbesondere in hochgebirgigen Regionen der Erde Landwirte, die direkt abhängig vom Schmelzwasser der Kryosphäre sind. Der Rückzug von Gletschern und die Veränderungen der Schneeverhältnisse haben unter anderem in Regionen des Hindukuschs, des Himalayas oder der tropischen Anden durch ausbleibenden oder veränderten Abfluss zu Verlusten bei der Ernte geführt (mittlere Wahrscheinlichkeit). Weniger Wasser zur Bewässerung sowie die Abnahme von Schneemengen können ebenfalls direkten Einfluss auf die Bodenverhältnisse nehmen, indem die Böden trockener werden (mittlere Wahrscheinlichkeit). Aber auch in den Alpen haben sich die Menge und Saisonalität des Abflusses in schnee- oder gletschergespeisten Einzugsgebieten verändert (sehr hohe Wahrscheinlichkeit). Generell hat die stetige Abnahme der Meereisfläche (sehr hohe Wahrscheinlichkeit) oder das Auftauen großer Permafrostgebiete (sehr hohe Wahrscheinlichkeit) direkte Auswirkungen auf die klimatischen Verhältnisse unserer Breiten, indem die Globale Erwärmung durch sogenannte Rückkopplungsprozesse (z. B. die Eis-Albedo-Rückkopplung) weiter verstärkt wird.