„Ein Krieg im Kornfeld“

Das Autorenteam Hubert Wiggering, Dietmar Schallwich, Roderich Thien hat in diesen Tagen sein zweites Buch in der von der Schweisfurth Stiftung herausgegebenen Reihe „Agrarkultur im 21. Jahrhundert“ des Metropolis-Verlags veröffentlicht. Es heißt „Ein Krieg im Kornfeld“ mit dem Untertitel „Cyberkrieg und Digitalisierung – Feldroboter und Tablets, Cyborgs und Landwirte. Eine Erzählung, fiktiv und realistisch, heute und mit einem Vorgriff auf morgen“.

Krähen, die Vorboten des Todes, ziehen im Schwarm über das Kornfeld. Was, wenn es Drohnen sind? Diese selbstfliegenden kleinen Roboter, die „in unserem Auftrag“ die Landschaft abfliegen, ausspähen, Daten sammeln… Wessen Vorboten sind sie?

Technischer Fortschritt verändert die Welt inzwischen so rasant, dass viele von uns Mühe haben, Schritt zu halten. Die Digitalisierung steht uns nicht bevor, sie hat längst stattgefunden. Sie hat uns Tür und Tor für neue Errungenschaften geöffnet, aber auch einen ganzen Rattenschwanz an Unheil losgetreten, den wir ebenso wie das Phänomen Digitalisierung selbst nun zu beherrschen suchen. Alltägliche Vorgänge werden immer häufiger durch Cyberattacken gestört, gegen die wir uns zur Wehr setzen müssen. Mehr denn je müssen wir uns auf „Systeme“ verlassen, die unserem Schutz vor solchen Angriffen dienen sollen – und deren Verwandte uns gleichzeitig bedrohen. Wenn Schutzmauern brechen oder sich die neuen Systeme verselbständigen, sind die Folgen aufgrund der weltweiten Vernetzung sofort gleich eine globale Bedrohung.

In diesem Buch wird eine teils turbulente, teils ausholend intensive Geschichte erzählt. Sie beginnt an zwei völlig unterschiedlichen Orten der Welt, wo die Menschen versuchen, von ihrer Arbeit auf dem Land und von dem zu leben, was dieses Land ihnen gibt. Auf den ersten Blick scheinen die so weit voneinander entfernt liegenden Welten kaum etwas gemeinsam zu haben. Doch die persönlichen Schicksale führen die Beteiligten zusammen. Zunächst streben alle nach dem Fortschritt, den ihnen die Digitalisierung verspricht, in den fruchtbaren Gegenden Deutschlands als hochentwickelter Industrienation wie im höchstgelegenen Winkel auf dem Dach der Welt. Alle, hier wie dort, suchen nach dem richtigen Weg, der sie in die Zukunft und in ein besseres Leben führt. Wären da nicht diejenigen, die ihre Ziele auf weniger ehrliche Weise verfolgen… Und das sind nicht einmal Fanatiker oder Weltzerstörer, sondern einfache Menschen, die an kleinen – aber digitalen – Schalthebeln sitzen mit großer, verheerender Wirkung. Ein kleiner Eingriff in ein digitales System, und es entbrennt ein Krieg im Kornfeld, der sich zu einem Höllenfeuer über die Erde ausbreiten könnte. Hier stoppt die fiktive Geschichte. Wird die Realität sie vollenden?

Das erste Buch erschien 2017 unter dem Titel „Land, Landschaft, Landwirtschaft 2071. Eine Geschichte zwischen Traum und Trugschluss, die gerne eine Fiktion wäre und doch von der Realität eingeholt wird“.

Marburg: Metropolis-Verlag, 2017 –
182 Seiten · € 18,– · ISBN 3-7316-1268-2
Marburg: Metropolis-Verlag, 2019 –
219 S. · 42 Abb. · € 18,– · ISBN 3-7316-1352-2

Eine Antwort auf „„Ein Krieg im Kornfeld““

  1. Der Buch-Tipp in top agrar, dem Magazin für moderne Landwirtschaft (Heft 8/2019, Seite 16 – ISSN 0342-2399), von Christina Lenfers, Redakteurin top agrar Online (23-Jul-2019):

    „Ein landwirtschaftlicher Cyberkrieg ist ausgebrochen!“ – so eröffnen Prof. Dr. Hubert Wiggering und Dr. Dietmar Schallwich ihre Auseinandersetzung mit dem Digitalisierungshype in der Landwirtschaft. Die Überschrift lässt aufhorchen. Und das ist gewollt!
         Wenngleich die Landwissenschaftler der Universität Potsdam den potenziellen Nutzen von „smart farming“ oder „precision agriculture“ herausarbeiten, weisen sie vor allem auf die damit verbundenen Risiken hin. Zum Beispiel: Das Erfassen, Überwachen und Kontrollieren von Mensch, Maschine und Materie.
         Dabei beweisen die Autoren dramaturgisches Geschick: Sie betten ihre Ausführungen in eine spannungsgeladene Kriminalgeschichte ein, die sich irgendwo zwischen Deutschland und Tadschikistan, zwischen fiktiv und real, zwischen heute und morgen bewegt.

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